Diamantenkunde

Diamant ist nicht gleich Diamant - es kommt vor allem auf einen perfekten Schliff an. Zu spitz oder zu flach geschliffene Steine reflektieren das Licht nur schlecht und lenken es zur Seite oder nach unten hin ab. Ein Diamant soll bestenfalls das weiße Licht in seine Spektralfarben (Regenbogenfarben) aufspalten und reflektieren.

Die beliebtesten Diamantschliffe

• Brillantschliff  - dieser Schliff gibt dem Diamanten eine, von oben betrachtet, runde Form. Durch die 56 Facetten kann der Stein das Licht nahezu perfekt aufspalten und reflektieren.

• Baguetteschliff – dieser Schliff gibt dem Diamanten eine, von oben betrachtet, rechteckigen Form. Durch diese Form kann der Stein in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

• Princessschliff - dieser Schliff gibt dem Diamanten eine, von oben betrachtet, quadratische Form. Das einfallende Licht kann durch den Schliff ganz anders reflektiert werden und gibt somit dem Stein seinen ganz eigenen Charme.

Die verschiedenen Fassarten eines Diamanten

• Krappenfassung – der Stein wird von schmalen Krappen des Edelmetalls gehalten und befindet sich auf der Ringschiene. Demzufolge kommt der Stein in seiner vollen Pracht zur Geltung.

• Kanalfassung - mehrere, meist identische Steine werden innerhalb eines, in die Ringschiene eingearbeiteten Kanals, gefasst und oberhalb sowie seitlich vom Material des Ringes gehalten.

• Fassung im Verschnitt - mehrere, meist identische Steine werden in einer Reihe in die Ringschiene eingefasst und mit kleinen Punkten des Edelmetalls gehalten.

• Eingeriebene Steine - der Stein besitzt keine eigene Fassung, sondern wird direkt in die Ringschiene eingefasst. Beim Fräsen des Lochs entsteht ein leichter Grat, welcher dann über die Rundiste des Steins geschoben wird.

• Spannfassung - die Ringschiene ist in dem Fall offen und der Stein wird zusätzlich von einer „Brücke“ unterhalb der Steinspitze gehalten.

• Zargenfassung - die Außenkante des Steines ist rundum von einem schmalen Rahmen des Edelmetalls eingefasst und befindet sich auf der Ringschiene. Demnach kommt der Stein in seiner vollen Pracht zur Geltung.

Die Vier C's

Den materiellen Wert eines Diamanten kann man ohne weiteres mit den international anerkannten vier C's bestimmen: Cut/Schliff, Colour/Farbe, Carat/Gewicht und Clarity/Reinheit.

 

  • CUT:
    Jeder Brillant ist ein Diamant, aber nicht jeder Diamant ist ein Brillant. Denn erst der Brillantschliff oder Cut macht aus einem Diamanten einen Brillanten. Nur dann, wenn ein Diamant die richtigen Proportionen hat, erreicht er die optimale innere Totalrefflektion des Lichts.

 

  • COLOUR:
    Die Farbe eines Diamanten zu beurteilen bedeutet zu messen, wie nahe er der Farblosigkeit kommt. Farblose Diamanten sind höchst selten. Diamanten weisen häufig feinste Gelb- bis Brauntöne auf. Besonders gefragt sind farbige Diamanten in Cognac, Rosa, Blau, Grün oder in vielen anderen Farben.

 

  • CARAT:
    Karat ist die Gewichtseinheit von Diamanten und bestimmt deren Größe. Ein Karat (1 ct) entspricht 0,2 Gramm und lässt sich in 100 Punkte unterteilen. Ein Diamant mit 25 Punkten hat also 0,25 ct.

 

  • CLARITY:
    Ein Diamant gilt als absolut rein, wenn er keine Einschlüsse hat. Zu viele oder grobe Einschlüsse hindern das Reflektieren des einfallenden Lichts. Das Prädikat lupenrein (IF= internally flawless) verdient ein Diamant, wenn Einschlüsse bei 10-facher Vergrößerung selbst von einem Experten nicht auszumachen sind.